Bioland schreibt Geschichte
Die Anfänge in der Schweiz
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründete der Agrarpolitiker Dr. Hans Müller die Bauernheimatbewegung in der Schweiz. Die heimische Landwirtschaft befand sich zu jenem Zeitpunkt im Umbruch: Weg von der traditionellen hin zu einer intensiven chemisch-technischen, von der Industrie abhängigen Wirtschaftsweise, lautete die Devise.
Mit möglichst geschlossenen Betriebskreisläufen wollte Dr. Müller die Existenz der Bauern sichern: Unabhängigkeit vom Zukauf von Betriebsmitteln und eine unabhängige Vermarktung hatten erste Priorität.
Aus dieser Idee heraus entwickelte er zusammen mit seiner Frau Maria und dem deutschen Arzt H. P. Rusch in den folgenden Jahren die Grundlagen des organisch-biologischen Landbaus.
Eine Idee bahnt sich ihren Weg
Bereits in den 50er Jahren hatten aufgeschlossene Bäuerinnen und Bauern aus Süddeutschland den Kontakt zu den Schweizer Pionieren geknüpft. Der rege fachliche Austausch stand fortan im Mittelpunkt. Verschiedene Treffen und Betriebsbesichtigungen gaben neue Impulse und Ideen. Um diese Ideen besser umsetzen und die gemeinsamen Interessen besser vertreten zu können, gründeten 12 Männer und Frauen 1971 den „bio-gemüse e.V.“, den Vorläufer von Bioland. Zehn Jahre später hatte der Verein bereits 200 Mitglieder.
Bioland e.V.
Aus „bio-gemüse e.V.“ wurde zunächst die „Fördergemeinschaft organisch-biologischer Land- und Gartenbau“. Mitte der 70er Jahre wird „Bioland“ als Vereinsname und Warenzeichen etabliert.

