
- Schnittgruenland, ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan
Bioland unterstützt Unterschriftenaktion gegen hochgefährliche Pestizide
Hochgefährliche Pestizide stoppen
Die weltweit größten Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta vermarkten jeweils mehr als 50 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe. Sie seien deshalb mitverantwortlich dafür, dass Mensch und Umwelt durch Pflanzenschutzmittel geschädigt werden, kritisiert das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN). Die Organisation hat eine Online-Unterschriftenaktion gegen die Vermarktung hochgefährlicher Pestizide gestartet, die von Bioland unterstützt wird.
Die europäischen Konzerne BASF, Bayer und Syngenta kontrollieren gemeinsam fast die Hälfte des Pestizid-Weltmarktes. Eine Studie von PAN „Hochgefährliche Pestizide von BASF, Bayer und Syngenta! Ergebnisse einer internationalen Recherche“ dokumentiert, dass noch immer viele Pestizid-Wirkstoffe dieser Konzerne Krebs auslösen, die Fortpflanzung schädigen, Geburtsschäden verursachen und unter anderem Bienenvölker schädigen können. Zeit, ein Zeichen zu setzen: Per Unterschrift kann nun jeder die drei Firmen bis Ende Oktober auffordern, die Vermarktung besonders kritischer Pestizide zu stoppen.
Seit langem werde versucht, mit Gesetzen und Schulungen Pestizidvergiftungen von Menschen, Tieren und Ökosystemen zu verhindern. Trotzdem kämen weiterhin viele Vergiftungen vor, gerade in Entwicklungsländern, sagte Carina Weber, Geschäftsführerin von PAN Germany, beim Start der Aktion. Die Lösung könne nur in der Eliminierung hochgefährlicher Pestizid-Wirkstoffe liegen.
Die Einstufung von Pflanzenschutzmitteln in die Liste hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe hat PAN nach Kriterien anerkannter internationaler Organisationen wie der EU-Kommission oder der Pestizid-Zulassungsbehörde (EPA) der USA vorgenommen.
An der online-Unterschriftenaktion können Sie sich hier http://action.pan-germany.org beteiligen. Die Studie zur Aktion: www.pan-germany.org/download/Big3_DE.pdf
